Gold Finals und World Series: Rot-weiß-rote Medaillenjagd bei Mega-Events in Dallas

Das hat die Tischfußball-Welt noch nicht gesehen!

In den kommenden Tagen stehen am Stadtrand der US-Metropole Dallas, Texas, mit der World Series Tornado (22. bis 26. Mai) und den gleichzeitig stattfindenden ITSF Gold Finals (23. Mai) gleich zwei Tischfußball-Mega-Events auf dem Programm.

Einen Monat vor der Weltmeisterschaft im spanischen Saragossa (23. bis 29. Juni) geht es für die besten Tischfußballer:innen der Welt um umgerechnet rund 70.000 Euro. Hauptsponsor der Events ist der österreichische Edelmetallhändler philoro – und auch an den Tischen sollen Österreicher:innen die Hauptrollen spielen.

Gold Finals: Premiere mit vier TFBÖ-Stars

Highlight der World-Series-Woche sind zweifelsfrei die ITSF Gold Finals. Für den erstmals ausgetragenen Showdown qualifizierten sich nur jeweils zwölf Frauen und Männer.

Der Tischfußballbund Österreich (TFBÖ) ist durch die Top-Stars Stefan Burmetler (2.), Daniel Burmetler (3.) und Benjamin Willfort (7.), die alle in den Top-10 der Weltrangliste des Internationalen Tischfußballverbandes (ITSF) rangieren, sowie Elli McDonald (ITSF-18.) vertreten.

Die ITSF Gold Finals werden als Multitable-Event und ausschließlich als Einzel-Bewerb ausgetragen. Die Spielerinnen und Spieler wählen je einen „Heimtisch“ – zur Auswahl stehen jene der fünf anerkannten Hersteller Tornado, Garlando, Bonzini, Leonhart und Robert Sport. Die Österreicher:innen entschieden sich erwartungsgemäß allesamt für den Garlando. Der Tisch des italienischen Herstellers gilt als „Österreicher-Tisch“. Bei der World Series Garlando, die in den vergangenen 20 Jahren immer in Österreich ausgetragen wurde, räumte Stefan Burmetler allein 2024 drei Gold-Medaillen ab.

Der Modus sieht zunächst für alle Spieler:innen sechs Vorrunden-Matches vor. Sieger:in ist, wer zuerst acht Tore erzielt, bei 7:7 gibt es allerdings ein Unentschieden. Über die Vorrunden-Gegner entschied das Los. Die TFBÖ-Herren waren dabei ein wenig im Glück. Das Brüderpaar aus Niederösterreich und der Steirer haben gegen den Franzosen Yoann Sicot, der den ungeliebten Bonzini-Tisch wählte, allesamt Heimrecht. Oberösterreichs Aushängeschild McDonald muss hingegen einmal auf dem französischen Spielgerät bestehen, trifft im Rahmen der Vorrunde auf die rumänische Weltranglisten-Erste Ecaterina Sarbulescu.

Für die besten acht Herren und die besten acht Damen der Vorrunde geht es dann im gewohnten K.o.-System (best-of-five Sets) weiter. Auf Turnier-Siegerin und -Sieger warten jeweils 5.000 Euro, die Silbermedaillen-Gewinner:innen erhalten 3.000 Euro, die Drittplatzierten noch 1.500 Euro.

World Series: Alle gegen Tony Spredeman

Ebenfalls die Reise in die USA angetreten haben die Wienerin Sophie Jobstmann, der Tiroler Matthias Schöpf und philoro-Geschäftsführer Rudolf Brenner, die – gemeinsam mit dem genannten Finals-Quartett – die World Series Tornado aufmischen wollen.

Mehrere hundert Athlet:innen spielen sich die wichtigsten Titel auf dem Spielgerät des US-amerikanischen Tischbauers Tornado aus. Die rot-weiß-roten Akteur:innen haben allesamt beste Medaillenchancen. Stefan Burmetler und Rudolf Brenner treten nach ihrem vierten Platz im Doppel 2024 nun mit jeweils anderen Partnern an. Burmetler verlässt sich auf die Erfolgskombo mit Schöpf – die beiden gewannen unter anderem das Classic-Doppel bei der World Series Garlando 2024. Brenner geht mit US-Legende Billy Pappas ins Turnier.

Daniel Burmetler und Benjamin Willfort, die bereits zwei World-Series-Titel auf dem Garlando zu Buche stehen haben, gehen ebenfalls als Mitfavoriten ins Doppel.

Alle Augen sind bei dessen „Heimturnier“ aber auf Top-Star Tony Spredeman gerichtet. Der 40-Jährige aus Wisconsin, der seit einiger Zeit für den österreichischen Klub TFC philoro in der Tischfußball-Bundesliga spielt, ist nicht nur die Nummer eins der Welt, sondern gilt als bester (Tornado-)Spieler aller Zeiten. Beim den Tornado Championships, einem anderen prestigeträchtigen US-Turnier, gewann er allein neunmal den Einzel-Bewerb. Im Vorjahr ging Spredeman bei der Erstausgabe der World Series Tornado allerdings überraschend leer aus, unterlag Stefan Burmetler im Einzel-Halbfinale. Der Titel ging an Landsmann Tommy Yore. Im Doppel wollen die Vorjahreszweiten Spredeman/Erik Hueltner (USA) sicherlich diesmal auch mehr.

Die einzigen Österreicherinnen im Feld sind Elli McDonald und Sophie Jobstmann, die neben dem Einzel auch gemeinsam das Doppel in Angriff nehmen.

Zusätzlich zu den Siegerchecks, die bei der World Series je nach Bewerb bis zu 2.000 US-Dollar hoch sind, geht es für die erfolgreichen Spieler:innen vor allem um Travel-Packages für die Weltmeisterschaft 2027 – und für die Einzel-Champions gleich auch wieder um die direkte Qualifikation für die ITSF Gold Finals 2026.

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