Jahresrückblick 2025: Österreichs Tischfußball bleibt top!

365 Tage voller Tischfußball-Action neigen sich langsam, aber sicher ihrem Ende zu. Bevor die Kalenderblätter auf 2026 gedreht werden – und in weniger als zwei Wochen im Pielachtal die World Tour Saison 2026 startet – blickt der Tischfußballbund Österreich (TFBÖ) auf ein intensives und erfolgreiches Jahr zurück. Überstrahlt von nicht weniger als zwölf (!) WM-Medaillen gab es bei internationalen Turnieren rund um den Globus unzählige österreichische Erfolge. Vor allem der heimische Nachwuchs spielte sich ins Rampenlicht. Die Spitze der Weltrangliste bleibt auch Ende 2025 durchwegs rot-weiß-rot gefärbt. Heimische Vereine und der Verband glänzten in den vergangenen zwölf Monaten zudem als Gastgeber von sieben ITSF-Turnieren, auch Bundesliga und Cup entwickelten sich wieder weiter. Auf Verbandsebene führt(e) ein neuer Vorstand den TFBÖ in die größte Strukturreform seiner Geschichte.

Weltrangliste bleibt rot-weiß-rot gefärbt

Ein Blick auf die Weltranglisten zeigt: Österreich liegt weiterhin inmitten der Tischfußball-Welt!

Mit Marina Tabakovic und Stefan Burmetler, die 2025 jeweils als Dritte der ITSF-Einzel-Rankings abschließen, mischten auch weiterhin ganz vorne mit. Während die Steirerin bei sechs Final-Teilnahmen auf der ITSF World Tour fünfmal Gold gewann, machte Youngster Burmetler mit zwei WM-Goldmedaillen Schlagzeilen. Der Niederösterreicher krönte sich nach einem souveränen Final-Triumph über Tony Spredeman (USA) zum jüngsten Einzel-Weltmeister aller Zeiten und jubelte zudem im Mixed mit Melissa Mosser. Burmetler und Tabakovic krönten sich auch bei den Österreichischen Meisterschaften, die ausnahmsweise nicht im Rahmen der Sport Austria Finals ausgetragen wurden, zu Champions.

In der ITSF-Weltrangliste gibt es mit Elli McDonald (9.) sowie Benjamin Willfort (5.) und Daniel Burmetler (8.) weitere rot-weiß-rote Top-10-Spieler:innen. Auch im Doppel-Ranking sind TFBÖ-Akteure, wie zum Beispiel Rudolf Brenner (8.) und Wolfgang Breuer (10.) beziehungsweise McDonald (10.), Tabakovic (11.) und Karen Scheuer (12.), ganz vorne mit dabei. Der „Lieblingsbewerb“ der Österreicher:innen war aber 2025 das Classic-Doppel. Angeführt von Stefan Burmetler (1.) und seinen Partnern Mattias Schöpf (2.) und Daniel Burmetler (3.) sind bei den Herren insgesamt acht heimische Spieler in den Top-10 vertreten, bei den Damen hinter Tabakovic (1.), Marisa Müller-Kobler (2.) und Scheuer (3.) noch weitere vier TFBÖ-Spielerinnen.

Junior:innen im Rampenlicht

Optimistisch für die Zukunft stimmt aber vor allem der Blick auf die Nachwuchs-Rankings. In der Altersklasse U19 sind Laurin Breuer (2.), Hugo Haslwanter (4.), Jonas Goldnagl (5.), Maximilian Hanzlik (9.) und Nora Breuer, die als ITSF-Zehnte die beste weibliche U19-Spielerin ist, dem Führenden Rayan van Stokkum (SUI) auf den Fersen. Im Doppel sind gleich sieben TFBÖ-Youngsters in den Top-10. Die Spitze der U16-Einzel-Weltrangliste ist dank Juraj Rybansky (1.), Louis Langthaler (2.) und Louis Georgi (3.) komplett in rot-weiß-rot gehalten. Mit David Froschauer (6.), Leo Breuer (8.) und Luka Hanzlik (9.) sind weitere Österreicher vorne dabei. Bei den U13-Jährigen führt Maximilian Hanzlik vor Jonas Riegler (2.) und Isaak Quentin Walter Fülle-Klement (3.). Lukas Wieland (6.), Jakob Riegler (7.), Christian Hoffmann (9.) und Rosa Georgi (10.) sind ebenfalls in den Top-10.

Angesichts dessen ist es auch wenig verwunderlich, dass es die Nachwuchs-Akteure waren, die den TFBÖ-Erfolg bei der Weltmeisterschaft 2025 mit ihren Medaillen maßgeblich prägten. Die überwiegende Mehrheit der Medaillen – Österreich holte Platz vier im Medaillenspiegel – ging an Spieler:innen im Alter von 18 Jahren oder jünger. Neben den Goldmedaillen des 18-jährigen Stefan Burmetler triumphierten dessen Vereinskollegen Ludwig Gansch und Jan Kurz im U19-Classic der Burschen, Nora Breuer und Anna Holzer im U19-Classic der Mädchen. Nora Breuer war noch zweimal am Siegespodest: Im U19-Einzel der Mädchen und im U19-Mixed mit Laurin Breuer jeweils als Silbermedaillen-Gewinnerin.

Mit dem Wiener Louis Georgi (Bronze im Einzel) und den Steirern Juraj Rybansky/Luka Hanzlik (Bronze im Doppel) schrieben auch drei Österreicher in der jüngsten WM-Kategorie (U13) an.

Vier Medaillen gingen beim diesjährigen World Cup auf das Konto der Senior:innen. Melissa Mosser (50), die als erste Österreicherin überhaupt in einem Damen-Ü50-Einzel antrat, gewann Bronze. Olivier Vilim (Ü50-Einzel) und Robert Maurer (Ü63-Einzel) taten es ihr gleich. Vilim steht zum Jahreswechsel auch an der Spitze der Ü50-Einzel-Weltrangliste.

„Beste Bundesliga aller Zeiten“

Die hohe Qualität der heimischen Tischfußball-Szene lockte auch 2025 wieder internationale Top-Stars in die TFBÖ Bundesliga. Stars wie Spredeman oder Simon Varos (SVK) bereicherten die „beste Bundesliga aller Zeiten“, wie Ex-Präsident Thomas Wagner unterstrich. Schlussendlich gingen die Titel im „Oberhaus“ an den TFC Pielachtal (Herren) und Hotshots Graz (Damen). Großer Sieger der Tischfußball-Bundesliga war aber der Sport: Über 300 Spieler:innen bildeten nicht weniger als 54 Teams in fünf Ligen. Der zweiwichtigste Bewerb des TFBÖ, der TFBÖ Cup, ging nach einem spannenden Finale zwischen Bundesliga-„Vize“ philoro und den Hunting Igls Graz einmal mehr an die Steirer.

Abseits der Tische beschloss der Tischfußballbund Österreich im Sommer eine umfassende Strukturreform. Dabei öffnete sich die Generalversammlung für alle Vereine und Interessensvertretungen. Das wichtigste Gremium des TFBÖ verabschiedete zudem ein „Anreizsystem“ für engagierte Landesverbände, und stellte damit die Weichen für die Weiterentwicklung des gesamten Tischfußball-Sports. Zudem übernahm am 17. Juli ein neuer Vorstand die Geschicke des als assoziiertes Mitglied der Bundes-Sportorganisation anerkannten Verbandes. Langthaler folgte auf Langzeit-Präsident Thomas Wagner. Die Wienerin konnte die „Alt“-Präsident Marko Lüftenegger als ihren Stellvertreter gewinnen. Mit dem Wiener Florian Haslwanter (Schriftführer; Fooscats) und der Steirerin Marina Tabakovic (Schriftführer-Stv.; Hotshots) sind auch ein Jurist und eine Juristin Teil des neuen Teams. Ein „Comeback“ im TFBÖ-Vorstand gibt die Wienerin Viktoria Ackerl (Wiener Sport-Club) als Kassierin. Das Team komplettiert Wolfgang Breuer (1. TSV Hunting Igels), der als Generalsekretär weiterhin Angestellter im TFBÖ bleibt.

TFBÖ bleibt erstklassiger Gastgeber

Ein Steckenpferd des heimischen Tischfußballs blieb auch 2025 die Turnier-Organisation. Nicht weniger als sieben ITSF-Turniere fanden – neben den unzähligen Events auf nationaler Ebene – in den vergangen zwölf Monaten in Österreich statt. Egal ob auf dem Leonhart (Pielachtal Masters, Graz Open), dem Garlando (Südburgenland Open, Vienna Open), dem Tornado (Pielachtal Tornado Masters, Austrian Tornado Open) oder beim Multitable International anlässlich des 20. Geburtstags des TFC Pielachtal – die Organisationsteams sorgten jeweils für perfekte Bedingungen.

Indes läuft bereits wieder der Countdown für das nächste „Heimspiel“. Von 9. bis 12. Januar startet mit den 4. Pielachtal Leonhart Masters in St. Pölten die World-Tour-Saison 2026 – hoffentlich neuerlich eine derart erfolgreiche…

Das TFBÖ-Team wünscht einen guten Rutsch und Prosit Neujahr!

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