Die österreichische Bundesregierung muss sparen. In allen Bereichen werden Einsparungen in der Höhe von 15 Prozent kolportiert – auch im Sport. Sport Austria, der Tischfußballbund Österreich (TFBÖ) und viele andere Fachverbände sind sich einig, dass diese Kürzung mehr schadet als sie nutzt.
Sport ist ein Bereich, in dem mit verhältnismäßig geringem Mitteleinsatz ein enormer gesellschaftlicher Mehrwert erzielt werden kann. Ein Einschnitt von 15 Prozent des im Ressort-Vergleich relativ kleinen Sportbudgets des Bundes brächte dem Staat nur eine symbolische Ersparnis, während gleichzeitig viele Hebeleffekte des Sports außer Kraft gesetzt würden – mit gravierenden Auswirkungen, sowohl im Spitzen- als auch im Breitensport. Nachhaltige Einsparungen für die Republik seien eigentlich nicht durch Kürzungen, sondern durch gezielte Investitionen in Sport und Bewegung zu erzielen.
Gerade den Tischfußball-Sport würde ein solches Sparpaket treffen, betont TFBÖ-Präsident Thomas Wagner. „Tischfußball kämpft in Österreich seit Jahren um die Anerkennung als offizielle Sportart. Die damit einhergehende Vereins- und Infrastrukturoffensive wäre durch die kolportierten Einsparungsmaßnahmen enorm gefährdet. Genauso wie unsere Schulsport- und Nachwuchs-Projekte, mit denen wir österreichweit hunderte Kinder weg von Handy- und Computer-Bildschirmen, hin zu gesunder Bewegung, gesellschaftlichen Aktivitäten und sozialen Kontakten bewegen. Sparen am Sport ist definitiv Sparen am falschen Ort!“
