Stefan Burmetler siegt im Brüder-Duell – McDonald erfolgreichste Medaillen-Sammlerin

Bei den am Sonntag zu Ende gegangenen Tischfußball-Staatsmeisterschaften 2025 in Kirchberg an der Pielach avancierte Stefan Burmetler mit zwei Goldmedaillen zum strahlenden Sieger. Der 18-Jährige verteidigte nicht nur seinen Titel im prestigeträchtigen Einzel – erneut im Final-Duell gegen seinen Bruder Daniel – sondern holte mit Matthias Schöpf auch Gold im Doppel. Erfolgreichste Medaillensammlerin der Staatsmeisterschaften war aber Elli McDonald. Die Oberösterreicherin gewann als einzige Athletin viermal Edelmetall, darunter Gold im Classic Doppel und Bronze im Einzel. Marina Tabakovic, Julia Holler und Marisa Müller-Kobler eroberten je drei Medaillen. Zum Auftakt der diesjährigen Titelkämpfe, die aufgrund der bevorstehenden Tischfußball-Weltmeisterschaften in Saragossa (23. bis 29. Juni) ausnahmsweise nicht im Rahmen der Sport Austria Finals stattfanden, jubelte aber der Tischfußballclub Waldviertel.

Die ersten beiden bei den Staatsmeisterschaften 2025 vergebenen Goldmedaillen gingen am Donnerstag und Freitag an den TFC W4. Zum Auftakt holten die für die Waldviertler spielenden Walpersbacher Sandra Glatz und Markus Rosicky im Endspiel gegen Elli McDonald/Christian Bernegger Mixed-Gold. 

Als dann auch noch W4-Obmann Mark Lehr und sein Doppelpartner Markus Birringer den Sieg im Classic Doppel, das unter anderem ohne sogenannte „Turn-around-Shots“ gespielt wird, davontrugen, war der Jubel im Waldviertel perfekt. „Die meiste Freude bereitet mir, dass die ersten zwei Goldmedaillen dieser Staatsmeisterschaften an unseren Verein gingen. Das zeigt, dass wir vieles richtig machen. Wir trainieren viel und unterstützen uns gegenseitig“, freute sich Lehr nach dem Final-Triumph über Daniel Burmetler/Benjamin Willfort.

Bei den Damen ging der Titel im Classic Doppel an Marisa Müller-Kobler und McDonald. Das Duo setzte sich gegen Marina Tabakovic und Julia Holler 3:0 durch. Beide jubeln über ihre bereits zweiten Medaillen bei diesen Staatsmeisterschaften. Es sollten nicht die letzten bleiben…

McDonald in jedem Bewerb am Stockerl 

Am Sonntag gelang McDonald und Müller-Kobler in gleicher Konstellation auch der Final-Einzug im Doppel. Das Duo musste sich dort aber den World-Series-Champions Marina Tabakovic/Karen Scheuer geschlagen geben und gewann Silber. 

Die vierte und letzte Medaille für „Edelmetall-Hamster“ McDonald gab’s dann im Damen-Einzel, wo die Oberösterreicherin noch Bronze gewann. Die 23-Jährige gewann damit in allen Hauptbewerben Edelmetall und ist die erfolgreichste Athletin der Staatsmeisterschaften 2025.

„Dass ich mein bis jetzt erfolgreichstes Turnier ausgerechnet bei der Staatsmeisterschaft spiele, die zugleich die WM-Generalprobe ist, zeigt mir, dass die Richtung stimmt“, so die Weltranglisten-18., die zum Vereinstraining bei ihrem CULT-Wuzelteam eine 2,5-stündige Autofahrt auf sich nimmt. „Das zahlt sich voll aus. Hinter jeder Medaille stecken ein ganzes Jahr an gemeinsamem Training, Weiterentwicklung, und Tüftelei“, bedankte sich McDonald bei ihrem Klub.

Besonders die Goldene im Classic setzte Emotionen frei: „Als ich den Matchball verwertete, haben wir so laut gejubelt, dass die anderen Partien kurz unterbrochen wurden. An Marisas Freudentränen konnte ich ablesen, wie viel auch ihr dieser Sieg bedeutet.“

Eine kleine Überraschung gab es im Finale des Damen-Einzel, wo Julia Holler gegen ihrer Steirer Hotshots-Teamkollegin Tabakovic ihren zweiten Staatsmeistertitel nach 2023 gewann.

Stefan Burmetler bezwang erneut Bruder Daniel

Bei den Herren drückte Stefan Burmetler den Meisterschaften am letzten Turniertag noch seinen Stempel auf. Österreichs derzeit bester Tischfußballer gewann am letzten Turniertag zunächst Gold im Einzel und später auch noch den Doppelbewerb mit Matthias Schöpf. Die Paarung, die bei den letzten beiden World-Series-Turnieren schon Gold (Garlando) und Silber (Tornado) – allerdings im Classic – gewann, setzte sich nun die Staatsmeister-Krone im Doppel auf.

Warum es nach zwei durchwachsenen Turniertagen ausgerechnet im Einzel und Doppel dann rund lief? „An den ersten beiden Tagen habe ich mit meiner Fünfer-Reihe zu kämpfen gehabt, aber hinten raus war es dann viel besser“, so Burmetler.

Im Einzel setzte sich der Weltranglisten-Zweite gegen den im ITSF-Ranking nur um einen Rang hinter ihm klassierten Bruder Daniel durch. Es war nach der Staatsmeisterschaft 2024 und der World Series Garlando 2024 der dritte Final-Sieg im direkten Duell gegen den um fünf Jahre älteren Bruder bei den jüngsten Großevents. „Spiele gegen Daniel sind immer noch etwas besonders und werden nie langweilig“, sagt Stefan Burmetler.

Die Bronze-Medaillen gingen an Lukas Mayerhofer (Einzel) und Lukas Mayerhofer/Philipp Mayerhofer (Doppel).

Neben den sieben Hauptbewerben standen noch 18 weitere Entscheidungen auf dem Programm. Darunter die Einzel, Doppel und Classic Doppel der Junioren (U13, U16, U19) und das Doppel und Einzel der Ü50-Jährigen. (›Alle Ergebnisse) Die Staatsmeisterschaften waren mit rund 140 Spieler:innen und über 800 ausgetragenen Spielen auch aus TFBÖ-Sicht ein großer Erfolg.

Ab sofort gilt der Fokus der heimischen Tischfußball-Szene allerdings dem ITSF World Cup 2025 in Saragossa (23. bis 29. Juni).

Staatsmeisterschaften 2025: Ergebnisse, Hauptbewerbe:

Einzel, Damen:
1. Julia Holler
2. Marina Tabakovic
3. Elli McDonald (Christina Ciuban)

Einzel, Herren:
1. Stefan Burmetler
2. Daniel Burmetler
3. Lukas Mayerhofer

Doppel, Damen:
1. Marina Tabakovic/Karen Scheuer
2. Marisa Müller-Kobler/Elli McDonald
3. Melissa Mosser/Julia Holler

Doppel, Herren:
1. Stefan Burmetler/Matthias Schöpf
2. Emanuel Pichlbauer/Laurin Breuer
3. Lukas Mayerhofer/Philipp Mayerhofer

Mixed:
1. Sandra Glatz/Markus Rosicky
2. Elli McDonald/Christian Bernegger
3. Marisa Müller-Kobler/Sebastian Wiesinger (Heinreichsberger/Holler)

Classic, Damen:
1. Marisa Müller-Kobler/Elli McDonald
2. Marina Tabakovic/Julia Holler
3. Melissa Mosser/Karen Scheuer

Classic, Herren:
1. Mark Lehr/Markus Birringer
2. Daniel Burmetler/Benjamin Willfort
3. Jakob Heinreichsberger/Sascha Guscheh

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