Tischfußball-Elite bereitete sich bei Graz Open auf World Series vor: TFBÖ-Asse in (fast) jeder Kategorie im Finale

Zehn Tage bevor in Saarbrücken mit der World Series Leonhart (14. bis 17. August) das größte Leonhart-Turnier der Welt über die Bühne geht, kreuzten viele der nationalen und internationalen Top-Stars noch in der Steiermark auf. Bei den 2. Graz Open, die ebenfalls auf dem Modell des deutschen Herstellers gespielt wurden, holte sich die „Wuzzl“-Elite vergangenes Wochenende den letzten Feinschliff vor dem Mega-Event. 

Die Deutschen hatten auf ihrem „Heimtisch“ fast immer die Nase vorne, aber auch die TFBÖ-Spieler:innen hatten einen Lauf: Mit Ausnahme des Herren-Einzels stand in allen 19 Kategorien immer ein:e rot-weiß-rote Spieler:in im Endspiel.

Sechs aus Sieben: Gold-Rausch für Deutschland, Silber-Regen für Österreich

Das Herren-Einzel ging an den Weltranglisten-Dritten Thomas Haas, der im Finale den Slowaken Simon Varos bezwang. Die Bronze-Medaille holte Daniel Burmetler. Der Niederösterreicher, der im ITSF-Ranking kürzlich seinen Bruder Stefan überholte und nunmehr Zweiter ist, setzte sich im „kleinen Finale“ gegen Markus Rosicky durch.

Daniel Burmetler war – gemeinsam mit seinem Doppel-Partner Benjamin Willfort – auch für das einzige österreichische Gold in einer Hauptkategorie verantwortlich. Das Duo bezwang im Match um Gold die Staatsmeister Mark Lehr und Markus Birringer. Bronze ging durch Markus Rosicky und Markus Schützenhofer ebenfalls an heimische Akteure.

In allen übrigen Hauptkategorien setzen sich die deutschen Nachbarn durch. Djamila Nader gewann das Damen-Einzel und gemeinsam mit Sarah Klabunde das Doppel, Haas mit Klabunde das Mixed. Im Herren-Doppel siegten Minyoung Bai/Semin Mensah und im Damen-Classic Theresa Theurer und ihre ungarische Partnerin Andrea Ikervari. 

All die genannten setzten sich im Endspiel stets gegen TFBÖ-Spieler:innen durch, die in den sieben Hauptkategorien also insgesamt sechsmal Silber holten. Marina Tabakovic wurde im Einzel und Classic (gemeinsam mit Julia Holler) Zweite, Elli McDonald und Marisa Müller-Kobler hatten im Doppel-Finale das Nachsehen, Stefan Burmetler im Classic (mit Matthias Schöpf) und im Mixed (mit Angelika Lukschander).

TFBÖ-Nachwuchs in den Doppel-Bewerben nicht zu schlagen

Ein ähnliches Bild gab es in den Nachwuchs-Bewerben. Sowohl in der U10, als auch in der U13, U16 und U19 standen jeweils Österreicher:innen im Einzel-Finale. Julian Breuer (U10) gewann dabei die Gold-Medaille – vor Felix Haslwanter und Iris Hoffmann – für Max Hanzlik (U13), Juraj Rybansky (U16) und Nora Breuer (U19) blieb jeweils Silber.

Im Nachwuchs-Doppel – auch im erstmals ausgetragenen U10-Doppel – gingen dann aber sämtliche Medaillen an Paarungen mit TFBÖ-Beteiligung. Felix Haslwanter/Julian Breuer gewannen bei den Unter-10-Jährigen vor Hoffmann und Rho Button-Rabl. Den U13-Bewerb gewannen Isaak Quentin Walter Fülle-Klement und Max Hanzlik vor Valentina Mayrhofer/Otto Necas (GBR) und Matthias Burmetler/Lukas Wieland.

U16-Champions wurden Rybansky und Luka Hanzlik, die sich gegen Louis Langthaler und seinen Deutschen Partner Oskar Hofmann durchsetzten. Bronze ging an David Froschauer und Jonas Mayrhofer. Den U19-Titel sicherten sich Ludwig Gansch und Laurin Breuer vor Nora und Leo Breuer sowie Hugo Haslwanter/Marcel Petek (SLO).

Oliver Vilim räumte in der Kategorie Ü50 ab und holte Einzel-Gold und mit seinem Partner Roman Benz auch den Doppel-Titel.

Veranstalter zufrieden – auch mit der Unterstützung aus dem Sportamt Graz

Die Graz Open gingen zum zweiten Mal über die Bühne. Veranstalter des ITSF-500er-Events war erneut der 1. TSV Hunting Igels aus Graz. Nach den Erfahrungen aus dem Vorjahr wurde 2025 an ein paar Stellschrauben gedreht, um das Turnier-Erlebnis noch besser zu machen.

Turnierchef Wolfgang Breuer bedankte sich stellvertretend für seinen Verein einerseits bei allen Spieler:innen – insgesamt kamen über 200 Tischfußball-Begeisterte in die steirische Landeshauptstadt – und andererseits bei der Stadt.

„Ohne der tatkräftigen Unterstützung des Sportsamtes Graz, das unter anderem für die Hallenmiete aufkommt, könnte das Turnier in der Form nicht stattfinden. Stadtrat Kurt Hohensinner und Sportamtsleiter Thomas Rajakovics haben unser Tischfußballprojekt vom ersten Tag an unterstützt und so zum Wachstum der Veranstaltung beigetragen“, unterstreicht Breuer.

Besonders stolz mache die Igels, dass die Graz Open mittlerweile mehr und mehr Tischfußball spielende Familien anziehen. Dank des neuen U10-Bewerbs finden nun auch die jüngsten ein Betätigungsfeld, während die Eltern ein paar Tische weiter um Weltranglisten-Punkte spielen.

Next Stop: World Series

Am 14. August beginnt in Saarbrücken das nächste World-Series-Event. Gespielt wird auf dem „Heimtisch“ der Deutschen Tischfußballer:innen, dem Leonhart. Österreichs Delegation umfasst etwa 50 Leute – alle Medaillenanwärter:innen sind an Board!

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