Österreichs Tischfußball-Asse lassen es in der Vorweihnachtszeit alles andere als ruhig angehen. Vor etwas mehr als einer Woche holte Nachwuchs-Hoffnung Ludwig Gansch in Saudi-Arabien seine beste Karriere-Platzierung, eine Woche später gab es bei den Slovenian Open gleich fünf Turniersiege für die TFBÖ-Elite.
Der erst 17-jährige Gansch, der aktuell die ITSF-Weltrangliste der Junior:innen anführt, gab Anfang Dezember beim ITSF-500er-Turnier in Saudi-Arabien eine weitere Talentprobe ab. Der Niederösterreicher vom TFC Pielachtal belegte in Dammam am Persischen Golf sensationell Platz drei im offenen Einzel – und holte damit das bislang beste Ergebnis seiner noch jungen Tischfußball-Laufbahn in der allgemeinen Klasse. Besser waren beim Turnier in Saudi-Arabien, das auf dem Tornado ausgetragen wurde, nur Ahmed Essa (SAU/1.) und Omar Alhamadi (VAE/2.)
Tornado-Erfahrung und „Coach“ Burmetler entscheidend
Im offenen Doppel-Bewerb „wuzzelte“ sich Gansch mit seinem Vereinskollegen Daniel Burmetler gar auf Rang zwei. Das TFBÖ-Duo musste sich erst im Finale der kuwaitischen Paarung Ahmad Eyad/Almulla Essa geschlagen geben. Einen Titel gab’s dann für Gansch dann aber auch noch: Im Junioren-Doppel holte er an der Seite eines saudischen Nachwuchs-Spielers Gold.
„Mit dem Turnierwochenende bin ich sehr zufrieden. Es waren meine bisher besten Ergebnisse in den offenen Klassen. Die Erfahrung, die ich in diesem Jahr bei den Tornado-Turnieren unter anderem in Dubai und Dallas sammeln konnte, haben mir geholfen“, sagt Gansch, der in Saudi-Arabien mit Burmetler einen guten „Coach“ an seiner Seite hatte. „Seine Tipps in den Timeouts haben mir enorm geholfen.“
Der Kirchberger darf auch 2025 noch auf Junioren-Ebene an den Start gehen, der WM-Titel in Saragossa mit dem Team ist das große Ziel. „Das muss der Anspruch sein, wir sind das beste Junioren-Team“, ist sich der Niederösterreicher sicher. Der dauerhafte Umstieg in die offene Klasse steht für den Youngster aber unmittelbar bevor. „Dort wo es geht, werde ich in den Junioren-Bewerbe und in den offenen Klassen antreten. Wenn ich mich entscheiden muss, verzichte ich auf ein Antreten bei den Junioren. Ich kann bei den Erwachsenen viel mehr lernen“.
Fünf österreichische Siege in Slowenien
Bei den Slovenian Open (Leonhart), die auf dem deutschen Leonhart-Tisch ausgetragen wurden, trumpften die TFBÖ-Stars gleich in mehreren Kategorien auf. Insgesamt gab es beim Kräftemessen in Maribor in den Hauptkategorien gleich fünf rot-weiß-rote Champions.
Die beiden Einzel-Titel gingen dank Marina Tabakovic von den Hot Shots und Benjamin Willfort von den TSV Hunting Igels in die steirische Landeshauptstadt Graz. Tabakovic setzte sich im Endspiel gegen Anna Lamperska (POL) durch, Willfort rang den Slowaken Peter Cingel nieder.
Willfort holte sich mit seinem Standard-Partner Daniel Burmetler auch noch den Doppel-Bewerb. Im rein-österreichischen Finale verwiesen die zweimaligen World-Series-Sieger Lukas und Philipp Mayerhofer auf Platz zwei.
Über einen zweiten Titel freuten sich dann auch Burmetler und Tabakovic. Der Niederösterreicher gewann mit Auguste Martinenkaite aus Litauen den Mixed-Bewerb, die Steirerin mit Karen Scheuer das Damen-Doppel.
Im Junioren-Doppel jubelte mit Hugo Haslwanter ebenfalls ein Österreicher. Die Nummer drei der Junior:innen-Weltrangliste siege zusammen mit Michael Lipinski (POL).

